Damit du weiterlebst

Schicksal der hingerichteten Antifaschisten Hilde und Hans Coppi, deren Sohn im Gefängnis geboren wurde.

Damit du weiterlebst, Berlin 1949. Roman über die hingerichteten Antifaschisten Hilde und Hans Coppi, deren Sohn im Gefängnis geboren wurde und dessen Mutter Hilde solange leben durfte, wie sie ihren Sohn stillen konnte. Zugleich wird die Geschichte einer Jüdin erzählt, die um ihr Kind kämpft, das ihr die Nazis zu entfremden suchten. Der Roman basiert u.a. auf  erschütternden Briefen, die ich bei der Mutter von Hans Coppi lesen konnte, als  ich sie kurz nach dem Krieg aufsuchte. Erst durch mein Buch hat ihr Sohn Hans vom Schicksal seiner Eltern genaueres erfahren. Das Buch  zählte mit den Jahren zu den Klassikern antifaschistischer Nachkriegsliteratur in der DDR , erfuhr viele Nachauflagen und wurde auch oft im Schulunterricht behandelt.

Kritiken

... „ Wie sie [Hilde] nun all ihre Liebe, all ihren Lebensmut und all ihre gläubige Hoffnung auf eine bessere, gerechte Weltordnung ihrem Kinde einpflanzt, kommt im Briefwechsel mit ihrem Manne, der ebenfalls zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, erschütternd zum Ausdruck.“ (Freiheit, 1949)

In einer westdeutschen Rezension zur Ausgabe des agimos Verlag, Kiel 1992, heißt es:

„ Ich war nie ein Fan der in der DDR gepflogenen Antifaschismus –Literatur.

16 Nachauflagen dort schreckten eher ab. . . Hildes Kind wird im Gefängnis geboren. Hans kann es im Dezember noch ein mal sehen. Da kennt er schon sein Todesurteil. Er sagt es ihr nichts. Hilde darf leben, solange sie das Kind stillt. Nur dafür lebt sie noch. Im August `43 versiegt ihre Milch . . . 

Die Größe mit der sie ihr Schicksal trägt, macht sprachlos und füllt die Augen mit Trauer und Wut, denn vor sechs Tagen war die Wahl in Sachsen - Anhalt, gestern der 1. Mai in Leipzig und ich frage mich, wofür sie gestorben sind und wer die 16 Auflagen gelesen hat. Alles umsonst ?“ 

Damit du weiterlebst