„Ich mußte einfach schreiben, unbedingt…“

Briefwechsel mit Zeitgenossen 1930-2007

Ich mußte einfach schreiben, unbedingt. Briefwechsel mit Zeitgenossen 1930-2007, herausgegeben von Eleonore Sent, Essen 2008. Der Band verdeutlicht die Konflikte meines gesamten Berufslebens, insbesondere auch in der DDR, in Form von eigenen Briefen an meine Familie, meine Freunde und Zeitgenossen, sowie Briefe, die an mich gerichtet wurden. Wer tiefer in den konfliktreichen Werdegang meines Schreibens und Lebens Einblick nehmen will, vor allem auch die literatur- und kulturpolitischen Kämpfe besser verstehen will, in die ich zeitlebens verwickelt war, kann sich in diesem Buch darüber ausführlich informieren. Es entsteht ein umfangreiches Bild des schwierigen politischen Umfeldes, an dem ich mich ein Leben lang, von der Weimarer Republik bis heute, abzuarbeiten hatte.

Kritik

„ Mittlerweile rufen die Lesungen Elfriede Brünings, die am heutigen Samstag 98 Jahre alt wird, aber auch im Westen Interesse hervor. Doch war sie wirklich nur eine >>brave Parteigängerin des realen Ideotismus>>, die in der DDR >>problemlos>> ihre >>Hervorbringungen veröffentlichen konnte>> - wie Günther Kuhnert im Jahr 2000 in der Welt am Sonntag meinte?
Ihr eben erschienener Korrespondenzband bietet Anschauungsmaterial über eine Autorin, die immer wieder Tabus brach und so die literarischen Spielräume generell erweiterte ...  Der Band enthält auch Korrespondenzen ... mit Mario Simmel, Wolfgang Leonhard, Rudolf Fries, Paul Zech, Berta Waterstradt, Uwe Timm, Eva Strittmatter, Alice Schwarzer, oder Jan Koplowitz,[Anni Sauer] ... Anna Seghers und Hedda Zinner ...wie überhaupt dieser dicke Briefband neue Facetten deutscher Kulturgeschichte entdecken läßt.
“ (Sabine Kebir, Frankfurter Rundschau, 8.9.11.08)  

„ Liebe Frau Brüning, ( zu gerne würde ich sagen: Liebe geschätzte Freundin!) Raten Sie, welches für mich das „spannenste“, interessanteste, faszenierenste Buch das Jahres 2008 war? Richtig- Ihre Berufskorrespondenzen: welch ein „bewegtes“ Literatenleben! Ich bewundere Sie und Ihren Mut! Bleiben Sie uns noch lange erhalten! Ihr Hans Wolfgang Lesch ( aus einem Brief des westdeutschen Germanisten, Prof. H.W. Lesch vom 19.12.08, Universität Lüneburg)

Ich mußte einfach schreiben, unbedingt