Kinder ohne Eltern
Reportagen über vernachlässigte Kinder, die in Heimen aufwuchsen.
Kinder ohne Eltern, Halle 1968, Reportagen über Asozialität in der DDR war ein Tabuthema. In meiner Autobiographie schrieb ich dazu: „ ... in welche Abgründe konnte ich dabei blicken! Alkoholismus, Kindesmißhandlung, Drogenmißbrauch – niemals hatte ich für möglich gehalten, daß es all dies gab, ... da unsere Medien konsequent darüber schwiegen ... Zum ersten Mal kamen mir, Ausklang der 60 ziger Jahre Zweifel an der heilen Welt der DDR.“ Leider bestehen diese Probleme um eine Vielfaches bis heute im vereinigten Deutschland ...
Kritiken
„Elfriede Brüning hat ein Buch über Herzenswärme und Herzenskälte geschrieben ... auf manche subjektive Mängel, Unzulänglichkeiten in Heimen, Schulen und Betrieben weist die Autorin hin; und sie stellt zugleich dar, wo diese Mängel und Unzulänglichkeiten zum Glück unserer Kinder . . . aus tiefer Sorge, mit großer Liebe, mit Verantwortung und Wissen vermieden und beseitigt werden.“ (ND-Literaturbeilage 5/69)
„ Kinder, die nur in Heimen aufwachsen, weil ihre Eltern sie nicht haben wollen, Eltern, die ihre Kinder zu Hause verkommen lassen, während sie sich selbst hemmungslos vergnügen – gibt es das wirklich in unserem Staat? Elfriede Brüning beweist es mit einer bestürzenden Reportage über Kinder in Dauerheimen und vor dem Staatsanwalt. Gewiß von allen Kindern in der DDR nehmen nur 1,5 Prozent eine derartige Fehlentwicklung. Aber diese Zahl umschließt Tausende von Schicksalen . . .“ ( Sigrid Wild)

