Partnerinnen
Unlösbare Lebensprobleme arbeitender Frauen in der DDR.
Partnerinnen. Halle [u.a.], 1978. In den vier Portraits arbeitender Frauen habe ich versucht Lebensleistungen und Grenzen von Frauenemanzipation in der DDR zu beschreiben. Es ist wohl mein am stärksten kritisches Buch über ostdeutsche Frauen und wurde vor 1989 auch in der BRD bei Fischer verlegt.
Kritik
„ Frauen suchen in einer schwierigen Lebenssituation eine Antwort darauf, worin sie versagt haben. Johanna wird sich an ihren 60. Geburtstag, als sie eine hohe Auszeichnung erhält, ihrer Einsamkeit bewußt. Rita, die der Familie wegen ihren Beruf aufgab, erkennt zu spät, daß ihre Tochter kein Vertrauen zu ihr hat und sie hintergeht, daß der eigene Mann wie ein Fremder neben ihr lebt. Barbera bezahlt ihre beruflichen Erfolge und ihre Unabhängigkeit mit dem Verlust ihres einzigen Menschen, der ihr nahestand. Wird Renate, die Jüngste von ihnen, Übereinstimmung zwischen beruflicher Entwicklung, Kindererziehung und Partnerbeziehung finden? –In diesen konfliktreichen Erzählungen werden vier Frauenschicksale spannend und nacherlebar gestaltet.“ (Märkische Volksstimme 28.07.78)
„ >>Partnerinnen<< ist ein erregendes Buch. Es wiegt uns nicht ein in den Glauben, die Gleichberechtigung der Frau sei voll realisiert. . . . Die Geschichten sind aber strenger gefügt als Maxi Wanders Frauenberichte; sie chronologisieren Probleme der Frauenemanzipation vom Kriegsende bis in unsere Jahre.“ ( Helga Glöckner Neubert)

