Regine Haberkorn
Eine Hausfrau wird berufstätig und erlebt dabei schwierige Konflikte mit Mann und Kind.
Regine Haberkorn, Berlin 1955, behandelt den Weg einer Hausfrau ins Berufsleben, wobei schwere Konflikte in Ehe und Kindererziehung entstanden. Um den Betriebshintergrund meiner Protagonistin genau zu erfassen, arbeitete ich ein halbes Jahr im Lokomotivwerk Henningsdorf. Wegen der großen Popularität bei den Arbeiterinnen wurde der Roman immer wieder aufgelegt.
Kritiken
Aber auch dieser Roman wurde kontrovers diskutiert, man warf mir z.B. „Kleinbürgerlichkeit“ vor, weil ich vor „ der Kulisse eines volkseigenen Betriebes“ einen angeblich ganz privaten Ehekonflikt abgehandelt hätte. Darauf antwortete ein anderer Rezensent: „ Ein Roman, der den Lesern unser Leben so nahebringt, . . . kann schwerlich als kleinbürgerlich bezeichnet werden. Das Buch hat eine spannende, bewegende Handlung. Die Anteilnahme des Lesers reicht bis auf die letzte Seite. Dies sind unter anderem die Ursachen, daß der Roman gern und viel gelesen wird.“
Einer anderen Rezensentin mißfielen besonders Rosen, die Regine von einem Arbeitskollegen geschenkt bekam, als sie ihn in seinem Garten besuchte. Das empfand sie als oberkitschig. Darauf erwiderte an anderer Rezensent bissig: „Hätte der Kollege Regine besser einen Band Politökonomie in den Arm legen sollen?“

