Und außerdem ist Sommer

Scheinbar harmlose Liebesgeschichte zu Beginn der Nazizeit.

Und außerdem ist Sommer, Leipzig 1934, 1964 Petermänken, anschließend bei Hinsdorf, sowie 2004 Frankfurt am Main.

Vordergründig ist das eine harmlose Liebesgeschichte an einem Wochenende in der wasserreichen Umgebung Berlins, kurz nach Beginn der Nazizeit. Eine Büroangestellte hatte immerhin ihren Chef in ihr kleines Boot sowie zum Wochenendausflug eingeladen. Aber außer freundschaftlich - liebevollen Gesprächen ist dabei nicht viel passiert. Indirekt mit verarbeitet sind auch die Treffen der nicht emigrierten jungen Mitglieder meines linken Schriftstellerbundes, getarnt als Sommerfrischler. Bei meiner Vernehmung durch die Gestapo 1935 stellte sich heraus, dass sie diese Zusammenhänge durchaus verstanden hatten, mir aber nicht meine illegalen Tätigkeiten nachweisen konnten.

Kritiken

„Diese Sommergeschichte  . . . mutet, wenn man die Geschichte des Buches nicht kennt, recht harmlos an. Doch die, die es anging  - Mitglieder von den Nazis verbotener Jugendorganisationen – konnten mit der „Sklavensprache“ etwas anfangen, allerdings auch die Nazis selbst.1934 im Leipziger Staackmann Verlag erschienen, fand die Erzählung zunächst Pressebeifall, bis ein Nazikritiker fand, das Buch sei im Stil von „Asphaltliteraten“ geschrieben. Als . . .  Elfriede Brüning verhaftet wurde, lag die Sommergeschichte auf dem Tisch des vernehmenden Gestapo – Beamten.“ ( „Die  Andere Zeitung, Nr. 45, 1964)

„ ... mit dem Buch (spricht E.B.) ... vor allem die Jugend an, die den stilistisch sauberen und auf mancherlei Art heiteren Roman nicht achtlos zur Seite legen, sondern sich an die Stelle der jungen Menschen versetzen sollte, die damals in den dreißiger Jahren, ohne Arbeit, ohne Perspektive waren, und dennoch den Mut und den Elan aufbrachten zu einem eigenen Lebensstil.“ ( Brandenburgische Neueste Nachrichten, 16.10.65)

Und außerdem ist Sommer