Wege und Schicksale
Porträts von elf Frauen aus Ost und West.
Wege und Schicksale, Berlin 1962, Literarische Porträts arbeitender Frauen
In diesem Buch zeichnete ich Lebensgeschichten von elf Frauen nach, davon drei aus der BRD, deren Emanzipationskonflikte im beruflichen und gesellschaftlichen Leben ich, im deutsch- deutschen Vergleich, gestalten wollte. Wenn es, trotz aller Schattenseiten, eine nachhaltige revolutionäre Umwälzung in der DDR gegeben hat, dann zeugen davon wohl auch heute noch, diese Frauenporträts.
Kritik
„Immer wieder gilt das spezielle Interesse der Schriftstellerin Elfriede Brüning jenen Frauen, die auf sich allein gestellt das Leben aus eigener Kraft im beruflichen Alltag meistern und gleichwertige oder bessere Leistungen als ihre männlichen Kollegen vollbringen. So dominieren in diesem Buch Lebensbilder von Frauen, die als Ärztinnen, Pädagoginnen, Bäuerinnen, Bürgermeisterinnen oder Betriebsleiterinnen >>ihren Mann stehen>>. Allerdings scheint der berechtigte Stolz auf weibliche Selbständigkeit der Autorin zuweilen den Blick für eine kritische Bewertung der Charakterbilder zu trüben; . . . Gerade eine Frauenschriftstellerin unserer Zeit sollte . . . auf die Bewahrung der weiblichen Eigenart emanzipierter Frauen hinwirken.“ (Kulturelles Leben 10/ 1962)

