Kleine Leute
Roman über den verzweifelten Kampf meiner Familie gegen den Niedergang unseres Tischlereiunternehmens.
Mein erster, 1932 geschriebener autobiographischer Roman Handwerk hat goldenen Boden, handelt von geschäftlichem Niedergang eines kleinen Berliner Tischlers Wegener in der Weltwirtschaftskrise 1929 - 1932, seiner in immer wieder neuen prekären Jobs mitarbeitenden Frau Anna, ihrem Sohn Mogli und der Tochter Trude, die mit einem Bürojob die Familie über Wasser hält und deren arbeitslosen linken Freund Hans, in jener konfliktreichen Zeit der aufkommenden Naziherrschaft. Wegen der Machtübernahme der Nazis konnte der Roman nicht mehr publiziert werden und erschien erst 1970 unter dem Titel: Kleine Leute im Verlag der Nation, Berlin.
Kritiken
„ Die den Roman heute lesen, werden ihn als Gewinn betrachten. Denn er ist nicht nur ein wertvolles Zeitdokument, sondern zugleich lebensvolle, packende Alltagsschilderung einer Zeit, die den Älteren noch gegenwärtig ist und den Jüngeren getrost nahegebracht werden sollte.“ (Neuer Weg, 1971)
„ ... mit ihrem ersten Roman ( gibt E.B.) ... eine milieugetreue Schilderung damaliger Verhältnisse. Neben der Rechtschaffenheit des Ehepaars Wegener, steht ihr Sohn Mogli, der im Verein der Bündischen Jugend verschwommenen Führeridolen nachjagd. Diese Figur ist eine echte Bereicherung für die Literatur über die dreißiger Jahre. . . die Veröffentlichung des Romans vierzig Jahre nach seinem Entstehen[hat] volle Berechtigung und der ästhetische Reiz ist für den Leser voll erhalten geblieben.“ (Dr. Renate Drenkow)

